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Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind Energielieferanten und als Zucker und Stärke in den Lebensmitteln enthalten. Kohlenhydrate heißen Kohlenhydrate, weil sie im Grunde nur aus Kohlenstoff und aus Wasser (=hydrat) bestehen. Sobald sich diese verbinden, entsteht nichts anderes als die einfachste Form von Zucker.

Die gängigste Form dieses Einfachzuckers können Sie heute an jeder Ecke kaufen: unter dem Namen Traubenzucker. Wenn sich zwei dieser Einfachzucker zu etwas Neuem verbinden, erhalten Sie das, was wir heute "richtigen" Zucker nennen - also den weißen (oder braunen) Rüben- bzw. Rohrzucker. Und der macht uns dann das süße Leben oft ganz schön sauer!

Doch Kohlenhydrate können auch völlig anders aussehen, beispielsweise wie Kartoffeln, Reis oder frische Brötchen. Diese drei Esswaren nämlich bestehen (größtenteils) aus Stärke. Und Stärke wiederum entsteht aus mehreren Einfachzuckern.

Wenn wir Kohlenhydrate verdauen, werden die Mehrfachzucker zu Einfachzucker gespalten. Ihrem Magen ist es völlig gleich, ob Sie ihm Mehrfachzucker in Form von Torte, als Schokoeis oder per Bohnensuppe anbieten, er verwandelt diese in Einfachzucker.

Manche Mehrfachzucker jedoch sind vollkommen "unknackbar". Ihr Name: Ballaststoffe. Ihre Funktion: leichtere Verdauung. Ihr Nährwert: 0 Kalorien. Pro Tag genügen übrigens 30 g Ballaststoffe, sprich 100 g Fertigmüsli (11 g), 150 g Johannisbeeren (12,3 g) und 150 g Himbeeren (7,1 g).

Zusammenfassend kann gesagt werden: Kohlenhydrat ist nicht gleich Kohlenhydrat!

Man unterscheidet in Einfachzucker (Trauben-, Fruchtzucker), Doppelzucker (Haushaltszucker) und Vielfachzucker (Stärke). Je komplexer (d. h. verflochtener) das Kohlenhydrat ist, desto langsamer erfolgt die Verdauung und desto länger hält die Sättigungswirkung an, vor allem in Verbindung mit Ballaststoffen. Vielfachzucker ist besonders enthalten in Getreide, Gemüse, Obst und ursprünglich kombiniert mit Ballaststoffen.

Die optimale Nährstoffverteilung sieht wie folgt aus:

  • Etwa 55 - 60 Prozent sollen durch Kohlenhydrate, also durch Kartoffeln, Brot, Obst und Gemüse gedeckt sein.
  • Etwa 25 - 30 Prozent dürfen Sie unbesorgt in Form von Fett zu sich nehmen.
  • Etwa 12 - 15 Prozent Ihres Tagesbedarfs sollten aus Eiweiß stammen, also aus (magerem) Fleisch, Wurst, Milch, Ei oder Käse.